GR-Wahl 24

Im Folgenden finden Sie unsere Inhalte für Walldorf, sowie die Vorstellungen aller 22 Kandidierenden für die Gemeinderatswahl 2024 in Langform:

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Das Wahlprogramm für Walldorf als Download: Flyer Grüne Walldorf 2024

v.l.n.r.: Moritz Winnes, Daniel Schmid, Manfred Wolf, Yvonne Hornig, Wilfried Weisbrod, Wolfgang Högerich, Maximilian Himberger, Christian Happel
v.l.n.r.: Moritz Winnes, Daniel Schmid, Manfred Wolf, Yvonne Hornig, Wilfried Weisbrod, Nele Böhm, Wolfgang Högerich, Maximilian Himberger, Christian Happel

Listenplatz 1

Nele Böhm

Bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2019 wurde ich in den Gemeinderat gewählt und erlangte somit die Möglichkeit, mein erstes politisches Amt im Alter von 20 Jahren auszuüben.

Mein politisches Engagement reicht jedoch schon viele Jahre zurück, angefangen damit, dass ich im Alter von 16 Jahren an meinen ersten Demonstrationen gegen Nazis oder den Klimawandel teilnahm und mich stets für Themen einsetzte, die mir wichtig sind. Diese Leidenschaft für gesellschaftliche Anliegen hat mich dazu bewogen, mich als Gemeinderätin und Ortsverbandvorsitzende zu engagieren.

Die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung unserer Gemeinde mitzuwirken, war eine tolle Erfahrung und meine Motivation mich auch wieder für die Wahl am 09.Juni 2024 aufstellen zu lassen. Neben der Arbeit im Gemeinderat und meinem Psychologiestudium arbeite ich seit nun mehr als drei Jahren in einem Altenheim in Wiesloch mit demenzerkrankten Personen.

Diese Erfahrung hat mir die Wichtigkeit einer inklusiven Gesellschaft in Walldorf verdeutlicht, die sich auf die Bedürfnisse aller Bürgerinnen und Bürger einstellt. Ein Prozess, der durch das Projekt „Demenz im Quartier“ hier in Walldorf aktiv begleitet wurde. Es ist entscheidend, dass wir die Herausforderungen, denen unsere Gesellschaft gegenübersteht, gemeinsam angehen und Lösungen finden, die für alle zugänglich und gerecht sind, das ist ein Ziel, welches wir als Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stets verfolgen.

Ein weiteres Anliegen ist uns und mir der aktive Austausch mit den jüngeren Generationen und die Einbeziehung ihrer Anliegen in die Kommunalpolitik. Projekte, wie der neue Skaterpark und die Veranstaltung “8er Rat” sind Beispiele dafür, wie wir Jugendliche unserer Gemeinde ermutigen und unterstützen können, sich aktiv einzubringen und ihre Ideen zu verwirklichen.

Weiter beabsichtigen wir, uns Projekten und Anliegen zu widmen, welche Gleichberechtigung und Feminismus thematisieren. Ein Beispiel hierfür ist unser Antrag zur kostenlosen Bereitstellung von Menstruationsartikeln in öffentlichen Gebäuden und Bildungseinrichtungen in Walldorf, um zur Aufklärung, Enttabuisierung und Normalisierung der Periode beizutragen.

Trotz der erreichten Fortschritte gibt es noch viel zu tun, insbesondere im Bereich soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung und Förderung der Jugend in unserer Gemeinde. Ich bin fest entschlossen, mich weiterhin für diese und viele weitere wichtige Themen einzusetzen und aktiv an der Gestaltung unserer Stadt mitzuwirken, um ein lebenswertes, inklusives und gemeinschaftliches Walldorf für alle Generationen zu schaffen.

Listenplatz 2

Christian Happel

46 Jahre, verheiratet, 3 Kinder (15, 13, 10), Leiter des Produktmanagements eines belgischen Software-Startups

Meine Familie und ich leben seit zehn Jahren in Walldorf, nachdem wir zuvor vier Jahre in den USA beheimatet waren. Als Vater von zwei amerikanischen Kindern, als langjähriger Angestellter der multi-kulturellen SAP, und nun als Arbeitnehmer eines belgischen Unternehmens, bin ich ein sehr weltoffener Mensch, der für Toleranz und Respekt einsteht.

Der Klimawandel wird immer spürbarer. Daher hat für mich oberste Priorität, den CO2-Ausstoß möglichst schnell auf null zu reduzieren. Am einfachsten und schnellsten geht dies durch die Erzeugung von Strom durch Solar- und Windenergie sowie die konsequente Nutzung von Strom für die Wärmegewinnung und den Autoverkehr.

Ich bin Mitglied in mehreren Energiegenossenschaften und seit vielen Jahren Elektroautofahrer. Das Wissen und meine persönliche Erfahrung zu diesen Themen teile ich seit mehreren Jahren im Ortsverband der Grünen und veröffentliche dazu auch Artikel in der Walldorfer Rundschau. In Zukunft möchte ich diese Kompetenzen auch im Gemeinderat einbringen.

Als wohlhabende Stadt kann und muss Walldorf meiner Meinung nach Vorreiter sein, um als gesamte Stadt CO2-neutral zu werden. Das bedeutet beispielsweise alle unsere Einwohner dabei zu unterstützen, so leicht und schnell wie nur möglich auf regenerative Strom-Erzeugung, auf Heizen ohne CO2-Emissionen (z.B. Fernwärme oder strom-basiert), und auf Elektroautos umzusteigen.

Innovative Lösungen sind zu Beginn immer mit Mehrkosten verbunden, aber nur wenn sich einige diese Innovationen leisten, werden diese mit der Zeit günstiger und damit auf Dauer für alle erschwinglich. Ich wünsche mir, dass Walldorf hier als Vorbild vorausgeht und dass wir uns trauen eine Vision zu formulieren, auf die alle Einwohner stolz sind:

Das ambitionierte Ziel sollte sein, bis 2030 als Gemeinde über alle Bereiche hinweg CO2-neutral zu werden. So können wir mithelfen, dass Innovationen günstiger werden und immer mehr Städte und Gemeinden unserem Vorbild folgen können.

Listenplatz 3

Maximilian Himberger

33 Jahre, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Klima-/Umweltbildung und Doktorand im Fach Geographie.

Seit fünf Jahren darf ich im Gemeinderat die Zukunft der Stadt Walldorf mitgestalten – eine Aufgabe, die mir viel Spaß macht. Ob unsere Solaroffensive, das Radverkehrskonzept, wichtige Projekte wie das Feuerwehrhaus, das Pflegeheim und die Erweiterung der Waldschule oder die zahlreichen und dringend notwendigen Wohnungsbauprojekte – die Themen im Gemeinderat sind vielfältig und (fast) nie langweilig.

Bei der Kommunalwahl am 9. Juni trete ich wieder an, weil ich viele Dinge, die wir Grünen angestoßen haben und die uns wichtig sind, auch weiterführen möchte. Von uns initiierte Konzepte wie der Hitzeaktionsplan oder der Landschaftsplan wurden bzw. werden gerade erstellt. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass diese nicht in der Schublade verschwinden, sondern mit Leben gefüllt werden.

Für Natur- und Klimaschutz habe ich noch viele Ideen, die ich als Stadtrat gerne einbringen möchte: Ob eine grünere Innenstadt, mehr Leben auf der Drehscheibe, ein neues Tierparkkonzept, das Artenschutz und Umweltpädagogik gleichermaßen berücksichtigt, sowie gute Konzepte für Naturschutz und Naherholung in und um Walldorf herum.

Ebenfalls sehr wichtig ist mir das Miteinander und die Vielfalt hier in Walldorf – die Politik im Gemeinderat ist geprägt durch ein „für“ und nicht durch ein „dagegen“. Wir machen Politik für Walldorf, da gibt es kein „die da oben“. Rechtsextreme Demokratiefeinde spalten unsere Gesellschaft und haben hier nichts verloren. Um dieser Spaltung entgegenzuwirken, müssen wir unsere Politik sachlich und nah an der Lebenswelt der Bürgerinnen und Bürger erklären und sie so gut wie möglich in unsere Entscheidungen mit einbinden.

Ein grüneres, sozial gerechtes und klimafreundliches Walldorf für alle – dafür will ich mich auch die nächsten fünf Jahre stark machen!

Listenplatz 4

Manfred Wolf

56 Jahre, verheiratet, zwei Kinder (14 J.,10 J.)

Geboren und aufgewachsen in Heidelberg, lebe ich mit meiner Familie seit 2001 in Walldorf. Ich bin im agilen IT-Projektumfeld als Scrum-Master tätig.

Ehrenamt: Elternbeiratsvorsitz Gymnasium und Vorsitz Gesamtelternbeirat, Erwachsenenbildung bei der Elternstiftung BW, verkehrspolitischer Sprecher des Fahrradclubs ADFC WiWa, Betriebsrat bei MLP.

Ich bin seit 5 Jahren Mitglied im Walldorfer Gemeinderat. Dort auch in den Ausschüssen für Technik, Umwelt, Planung und Verkehr, Finanzen, Sport, im AK Schulentwicklung, im Kuratorium Familienzentrum sowie den gemeinsamen Ausschüssen mit Wiesloch aktiv.

Ich möchte meine Fähigkeiten, Kenntnisse und meine Stimme für Walldorf im Gemeinderat weiterhin einbringen. Als Vater zweier schulpflichtigen Kinder insbesondere für die der Unterstützung der Schulen, den Ausbau der Radwege, konsequenten Klimaschutz sowie der Förderung von Sport und Ehrenamt.

Denn nach Tablets für Schulkinder, der Schulbezirksänderung, dem Baubeschluss zur Erweiterung der Waldschule, einem Radverkehrskonzept nebst erster Fahrradstraße, der Solaroffensive oder auch der Überarbeitung der Vereinsförderung, bleibt auch künftig viel zu tun.

Das nahende G9 wird Anpassungen am Schulzentrum erfordern. Die bauliche Situation an der Schillerschule ebenso. Auch die Verkehrswende möchte ich weiter aktiv mit vorantreiben. Dabei muss auch die Innenstadt noch deutlich fußgängerfreundlicher werden, und es müssen Maßnahmen zur Eindämmung der Elterntaxis vor den Schulen ergriffen werden. Weitere Bausteine in Sachen Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen umzusetzen ist für mich ebenso unumgänglich, um Walldorf zukunftsfähig zu gestalten.

Meine Schwerpunkte bleiben somit zur Kandidatur 2019 unverändert.

Besonders freue ich mich, dann hoffentlich mit einem künftigen Jugendgemeinderat auf Augenhöhe zusammenarbeiten zu dürfen. Meine Devise: Zuhören, gemeinsam auf Augenhöhe beraten und dann zügig in die Umsetzung der eingebrachten Themen der Jugendlichen kommen!

„Des hemma schun immer so gmacht“, gehört für mich dabei endgültig in die Mottenkiste.

Für diese Themen möchte ich mich, nicht zuletzt für die Zukunft unserer Kinder, auch künftig im Walldorfer Gemeinderat einsetzen!

Listenplatz 5

Wilfried Weisbrod

Zweifacher Vater und Opa, Diplom-Sozialarbeiter

Nach beruflichen Stationen in der Wohnungslosenhilfe, der Suchtberatung, dem Jugendamt und als Behördenleiter seit 2006 von anderen Tätigkeiten freigestellter Vorsitzender des Personalrats beim Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises.

Im Gemeinderat seit 1984 und immer noch mit ganz vielen Ideen, Vorstellungen, was in unserer kleinen, liebenswerten Stadt noch besser werden kann, sollte und muss! Im Moment gerade sehr engagiert im Thema Klimawandel mit regenerativer Energie und gegen Rechtsextremismus.

Weitere politische Schwerpunkte liegen im Sozialen, bei Finanzen, im Austausch der Generationen, in rechtlichen Kontexten und – nicht nur aus beruflichen Gründen – in allen Fragen des Arbeitslebens. 

Klimaschutz ist ein Bereich, in dem wir alle noch eine Schippe drauflegen müssen, um die Erderwärmung und deren Begleiterscheinungen stoppen zu können. Das Thema Verkehr wird in den nächsten Jahren großen Raum einnehmen, da gilt es, Alternativen zu schaffen, für das Rad, für die Fußgänger und für den ÖPNV. 

Gerade in einer so reichen Stadt wie Walldorf muss der Blick auf die sozial Schwachen gerichtet sein, die sich keinen Bauplatz, keine Eigentumswohnung oder andere Dinge leisten können. Für diesen Personenkreis sind günstige Wohnungen und eine gute, kostenfreie Infrastruktur notwendig. 

Ganz besonders wichtig sind mir die nachkommenden Generationen! Dafür mache ich Politik, dass diese in einer lebenswerten Umwelt aufwachsen. Denn wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt. Kinder und Jugendliche müssen früh einbezogen werden in die Entscheidungen einer Gesellschaft, die später von ihnen geprägt werden soll. Und weil unsere Gesellschaft immer älter wird, brauchen wir ebenfalls nutzbare Angebote für unsere Senioren, zum Wohnen, zum Teilhaben und zum Mitmachen, und zwar mittendrin. 

Dies ist insgesamt meine neunte Kandidatur für den Gemeinderat, ich bin der dienstälteste Walldorfer Gemeinderat. Zweimal, 1997 und 2010 habe ich für das Amt des Bürgermeisters in Walldorf, 2018 auch für das Amt des Landrats im Rhein-Neckar-Kreises, kandidiert. Daraus kann man ermessen, dass mir das Wohl meines direkten Umfeldes sehr am Herzen liegt.  Ich bin immer noch hoch motiviert und habe konkrete Vorstellungen, meine Heimatgemeinde an verantwortlicher Stelle mitzugestalten. Walldorf braucht erfahrene Gemeinderäte, die genau wissen, worauf zu achten ist und wie Politik läuft!

Listenplatz 6

Daniel Schmid

42 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder, Redakteur und verantwortlich für die Mitarbeiterkommunikation der Stadt Karlsruhe, berufsbegleitend Verwaltungsstudium (Master) an der Verwaltungshochschule Kehl

Gerne setze ich mich im Gemeinderat dafür ein, Grüne Themen weiter voranzubringen. Besonders am Herzen liegen mir die Themen Mobilität und energetische Sanierung von Gebäuden. Durch die Mitarbeit im Arbeitskreis Mobilität der Stadt Walldorf setze ich mich bereits heute aktiv dafür ein, unsere Heimatstadt sicherer und menschengerechter zu gestalten. Dabei geht es insbesondere um Schulwege für Kinder, aber auch Barrierefreiheit für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung.

Zudem ist es mir wichtig, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern. Dies hilft dem Einzelhandel, stärkt das Sicherheitsgefühl von Fußgängern und Radfahrern und steigert das Wohlbefinden.

Als Verwaltungsexperte kenne ich die Verwaltungsstrukturen und weiß, wie man sie zukunftssicher macht. Gerne möchte ich meine Expertise dafür einsetzen, Walldorf weiter voranzubringen.

Listenplatz 7

Yvonne Hornig

47 Jahre, ein Kind, Filialleitung im Einzelhandel

Schwerpunkt: Bildung und Betreuung, soziale Gerechtigkeit, Förderung des Ehrenamts

Ich bin seit vielen Jahren in Walldorf ehrenamtlich engagiert. Ein großer Teil davon war vorwiegend durch schulische Themen geprägt. So war ich 9 Jahre Elternbeiratsvorsitzende der Waldschule und dann der Theodor-Heuss-Realschule, sowie 6 Jahre erste Vorsitzende des Walldorfer Gesamtelternbeirats. Das Thema Bildung und alle dazugehörigen Punkte, wie z.B. die kommunale Betreuung, liegen mir daher sehr am Herzen.

Dank meiner Erfahrungen in den Schulen, aber auch im Sportverein als Trainerin und Abteilungsleiterin der Handball Frauen bei der SG Walldorf Astoria, durfte ich in den letzten Jahren immer häufiger erleben, was das Ehrenamt leistet und uns ermöglicht. Es ist mir wichtig, dieses zu unterstützen und zu fördern.

Es ist mir darüber hinaus ein besonderes Anliegen dazu beizutragen, die vor uns liegenden notwendigen Veränderungen für alle tragbar zu gestalten. Dabei geht es mir darum, die Aufgaben lösungsorientiert im Sinne der demokratischen Mehrheiten zum Wohle der Gemeinde und deren Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten und dabei die Zukunft für kommende Generationen nicht aus dem Blick zu verlieren

Listenplatz 8

Sabine Köberle-Lange

60 Jahre, verheiratet, 2 erwachsene Söhne, Redakteurin, Trainerin für Deutsch als Zweitsprache

Ich bin mit meiner Familie vor 15 Jahren nach Walldorf gezogen und habe die kleine, weltoffene Stadt mit ihrer Vielfalt an Vereinen und ihrer Nähe zu Wald und Wiesen sehr zu schätzen gelernt. Beruflich war ich zunächst bei einem Verlag, dann bei der SAP tätig.

Zurzeit unterrichte ich freiberuflich und ehrenamtlich Deutsch für Geflüchtete und Migrant:innen. Während der Schulzeit unserer Söhne war ich u.a. als Elternvertreterin aktiv. Damit ist auch einer meiner Schwerpunkte angedeutet: gleiche Bildungschancen für alle, die leider überhaupt nicht selbstverständlich sind.

Ebenso wichtig ist für mich ein nachhaltiges Leben, das nicht als Verzicht, sondern als Bereicherung erlebt wird. Dafür müssen Strukturen geschaffen werden, welche die einzelnen nicht überfordern, sondern faire Bedingungen ermöglichen. Insbesondere setze ich mich für bewusste Ernährung und artgerechte Tierhaltung ein.

Listenplatz 9

Moritz Winnes

Ich bin 18 Jahre alt und gehe in Wiesloch auf das Wirtschafts-Gymnasium. Dort bin ich in der 13. Klasse und mache gerade mein Abitur. In meiner Freizeit betreibe ich viel Sport, unter anderem spiele ich in Reilingen aktiv Fußball. Viele werden mich von der KJG Walldorf und den Ministranten kennen, da ich dort seit mehreren Jahren aktiv bin, aktuell als Gruppenleiter.

Warum stehe ich auf der Grünen Liste, obwohl ich nicht Mitglied der Partei bin? Weil ich weiß, dass ich zusammen mit den anderen Leuten auf dieser Liste Walldorf am besten voranbringen kann.

Als Jugendlicher aus Walldorf sehe ich, dass die Stadt schon heute mehr für die Jugend macht als andere Gemeinden. Aber Walldorf hat noch soviel mehr Potential in diesem Bereich, welches aber nur ausgeschöpft werden wird, wenn auch ein Vertreter der Jugend als Stadtrat mit am Gemeinderatstisch sitzt. Nur wenn wir Jungen auch bereit sind, Verantwortung in der Politik zu tragen, können wir da was bewegen. Bisher sind die allermeisten Mitglieder im Gemeinderat im Alter unserer Eltern oder Großeltern. Das können wir nur ändern, wenn genügend junge Leute zur Gemeinderatswahl antreten und alle Jungwähler:innen auch junge Kandidat:innen wählen. Dazu bin ich gerne bereit.

Was treibt mich konkret um? Der Umbau des Skaterparks ist hier ein positives Beispiel. Trotzdem fehlt es weiter an Platz, wo Jugendliche ihren Freiraum haben und sich vor allem ausleben können. Für mich persönlich sind die Themen Familie und Jugend zentral. Hier liegt Walldorfs Zukunft, wir müssen die jungen Leute an Walldorf binden. Daher werde ich mich dafür einsetzen, dass Jugendliche kostenlos ins Schwimmbad gehen können und dass andere soziale Treffpunkte, wie das JUMP verbessert werden.

Der Bau einer Straßenbahn nach Heidelberg ist für mich auch ein wichtiger Punkt, damit man durch diese schnellere Verbindung seine Freunde aus dem Umkreis besser treffen kann. Als Mitglied der Ministranten und der KJG sind für mich die Vereine und Vereinigungen ein großer Punkt, der Walldorf ausmacht. Daher setzte ich mich für „das Haus der Vereine“ ein, damit dieses schnellstmöglich umgesetzt wird. Die Unterstützung der Vereine seitens der Stadt muss weiter ausgebaut werden.

Listenplatz 10

Ingeborg Maier-Benn

73 Jahre, 2 Töchter, Rentnerin

Ehrenamt: Mitglied im Astor-Stiftungsrat, Mithilfe bei der Kleiderstube und beim Walldorfer Mittagstisch.

Ausschlaggebend für mein politisches Engagement waren die ausländerfeindlichen Anschläge in den 90er Jahren. Durch unsere Geschichte und die gegenwärtigen Entwicklungen ist es mir besonders wichtig Verantwortung zu übernehmen und mich dafür einzusetzen, dass Rassismus und Ausgrenzung nie wieder gesellschaftsfähig werden.

Ebenso wichtig sind mir eine gerechte Sozialpolitik und schnelles Handeln im Bereich Klimaschutz.

Listenplatz 11

Johannes Osterhoff

43 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, Design-Manager bei SAP

Meine Family und ich sind 2020 nach vier Jahren aus Korea zurück nach Deutschland gezogen. Den Rechtsruck bemerkten wir nach unserer Rückkehr durch den Rassismus im Alltag, Vordrängeln im Supermarkt, Pöbeleien auf dem Spielplatz etc.

Wie konnte das sein? Hatte sich hier etwas verändert? Ich war davor noch nie Mitglied einer Partei, aber diese Veränderung wollte ich nicht akzeptieren, etwas dagegen tun. Wenige Monate später zogen wir nach Walldorf. Hier war es besser, hier wurde unser internationaler Background geschätzt, war Diversität normal, positiv. Ich freue mich sehr, dass ich z.B. bereits die Berliner Autorin Heike Kleffner (‚Fehlender Mindestabstand‘, ‚Staatsgewalt‘) für einen Vortrag bei uns Grünen hier und für Walldorf gewinnen konnte.

Meine politische Aktivitäten sind ein kleiner Beitrag zum kulturellen Leben hier und zum Diskurs einer offenen Zivilgesellschaft, die das Fremde und Zugezogene nicht stigmatisiert, sondern als Beitrag zu einer bunten Gemeinschaft begreift. So soll es bleiben – auch in Walldorf.

Listenplatz 12

Nadine Vosseler

Verheiratet, 2 Kinder, Dipl. Agrarbiologin, in Heidelberg geboren und in Dielheim aufgewachsen

Ich lebe seit 2021 in Walldorf. Derzeit arbeite ich am Regierungspräsidium in Stuttgart im Bereich landwirtschaftlicher Förderverfahren.

Politikverdrossenheit, ein Gefühl der Ohnmacht und Angst davor sich den Alltag nicht mehr leisten zu können – das beschäftigt viele Menschen deutschlandweit, aber auch gerade hier in Walldorf.

Viele Krisen, wie die spürbare weltweite Klimaveränderung, den leisen Artenschwund und Kriege können wir auf den ersten Blick nicht direkt beeinflussen. Die große Politik beginnt jedoch im Kleinen vor unserer Haustür und hier können und müssen wir aktiv was verändern.

Ich möchte die Walldorfer Bürger für unsere Themen begeistern und informieren. Insbesondere für die Familien- und Umweltthemen kann ich meine Erfahrungen und mein Fachwissen bestens einbringen. Ich möchte, dass sich dadurch viele Menschen hier engagieren und gemeinschaftlich mit uns vor Ort etwas bewegen. Lasst uns damit anfangen.

Listenplatz 13

Michael Busch

64 Jahre, Vater von vier Kindern

Meine Jugend habe ich hier im Ort verbracht. Mein Berufsleben zum größten Teil in Hessen. Dort war ich als Ausbilder und Coach bei der Flugsicherung (DFS) tätig.

Jetzt bin ich seit fast vier Jahren zurück in Walldorf, inzwischen in Rente. Ich möchte meine im Ruhestand gewonnene Zeit nutzen und einen Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensverhältnisse und der Lebensqualität in Walldorf leisten.

Ein zentrales und umfassendes Thema für mich ist der Umgang mit, die Anpassung an und die Linderung der Folgen des Klimawandels. Das beginnt mit dem Wald, geht weiter mit der Energiewende in und um die Haushalte herum und endet nicht mit dem ÖPNV, sondern zieht sich weiter in viele andere Themenbereiche.

Ein anderer zentraler Punkt ist das gemeinschaftliche Leben. Ich möchte mich engagieren für Gemeinsamkeit, Inklusion und Teilhabe.

Listenplatz 14

Sema Ömür

Ich bin 49 Jahre alt, Tochter türkischer Eltern und lebe schon immer in Walldorf. Aktuell arbeite ich als Sachbearbeiterin in der Finanzbuchhaltung.

Als Mutter von zwei Kindern sind mir die schulischen Themen, wie sicherer Schulweg, Betreuung in den weiterführenden Schulen und die Verkehrspolitik besonders wichtig. Ein weiteres Thema, das mir am Herzen liegt, ist die soziale Gerechtigkeit in Walldorf.

Wir sind es unseren Kindern und Nachkommen schuldig, ihnen eine Zukunft zu bieten, wie wir sie erleben durften. Deshalb sind mir gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen, der Erhalt einer gesunden und lebenswerten Umwelt und eine Stadt, in der sich alle willkommen fühlen und gerne leben wollen, ein besonders wichtiges Anliegen.

Um diese Themen für Walldorf weiter voranzubringen, bewerbe ich mich um einen Platz im Gemeinderat bei der Kommunalwahl im Juni 2024.

Listenplatz 15

Tobias Arnold

49 Jahre alt, verheiratet, 4 Kinder (26, 22, 19 und 13 Jahre), in Heidelberg geboren, Dipl. Ingenieur (FH). Seit 2009 lebe ich mit meiner Familie in Walldorf.

Ich habe in Rottenburg am Neckar Forstwirtschaft studiert. Nach meinem Vorbereitungsdienst in Kandern, Landkreis Lörrach, bekam ich im August 2006 eine Stelle in einem Ingenieurbüro in Heidelberg. 

Schon während meines Studiums wurden mir die Auswirkungen der Klimaveränderung auf unsere Umwelt und die Bedeutung der Nachhaltigkeit sehr anschaulich vor Augen geführt. Deshalb ist mir der Umwelt- und Naturschutz ein besonderes Anliegen. Auch in der Familien- und Sozialpolitik sehe ich große Aufgaben in der Zukunft auf uns zukommen.  Diese müssen nicht zuletzt auf kommunaler Ebene, angegangen werden.

Listenplatz 16

Marlene Happel

46 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, Unternehmensberaterin

Schwerpunkte: kulturelle Vielfalt, Kinder & Soziales, ökologisches Bauen, Städteplanung 

Seit 2014 lebe ich mit meinem Mann und meinen drei Kindern (15, 13, 10) hier in Walldorf.

An unserer Gemeinde gefällt mir insbesondere die Selbstverständlichkeit, mit welcher sich bei uns unterschiedliche Kulturen im Alltag zusammenfinden. Dies ist eine Bereicherung für uns alle und unsere Kinder im Besonderen. Das Aufwachsen in einer toleranten und vielfältigen Gesellschaft ist ein Geschenk, welches wir unseren Mitmenschen und Familien geben können. 

Durch eigene längere Auslandsaufenthalte habe ich erfahren, wie bedeutsam soziales Engagement im Alltag ist und wie wichtig dieses für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft und unserer Gemeinde ist. Durch mein Engagement in der Flüchtlingsunterstützung hier in Walldorf sowie im Elternbeirat kann und konnte ich einen Beitrag in unserer Gemeinde leisten.  

Ein weiteres, mir wichtiges Anliegen ist unsere Umwelt und die Klimaveränderungen, die uns jedes Jahr deutlicher werden. Als studierte Architektin bin ich überzeugt, dass ökologisches Bauen und angepasste Städteplanung möglich und unersetzlich sind. Gerade diese Themen bieten auf Gemeindeebene gute Umsetzungsmöglichkeiten und ich würde mich freuen, mein Wissen hierzu einbringen zu können. 

Listenplatz 17

Oliver Hommel

33 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, selbständiger IT-Berater

Schwerpunkte: Soziale Gerechtigkeit, Wirtschaft, Kinder und Familien

Ich bin in Walldorf aufgewachsen und habe meine akademische Ausbildung in Mannheim und Heidelberg absolviert, bevor ich die Gelegenheit nutzte, wieder in meine Heimatstadt zurückzukehren. Als Elternteil erlebe ich nun Walldorf mit einem neuen Blick und sehe die positiven Veränderungen, insbesondere für unsere Kinder.

Doch wir dürfen uns nicht auf dem Erreichten ausruhen. Mit unserer starken Ausgangslage tragen wir eine besondere Verantwortung, die drängenden Themen anzugehen. Das reicht von sozial gerechten Kinderbetreuungskosten bis hin zur Förderung von innovativen Ideen und Start-ups in unserem IT-Cluster.

Listenplatz 18

Ulrike Berenbold

Ich bin 56 Jahre alt, verheiratet, Mutter zweier erwachsener Töchter und Lehrerin an einer beruflichen Schule. Seit 18 Jahren leben meine Familie und ich in Walldorf, wo wir uns sehr wohlfühlen.

Wichtige Themen für mich sind Bildung, Umwelt und kulturelle Vielfalt.

Als Lehrerin liegt mir eine gute, umfassende Bildung für alle jungen Menschen sehr am Herzen. Allen Kindern und Jugendlichen – unabhängig von Elternhaus und Herkunft – sollte es ermöglicht werden, eine gute Ausbildung zu bekommen.

Was den Zustand unserer Umwelt angeht, ist aktives Handeln auf vielen Ebenen notwendig, sei es in der Landwirtschaft, im Verkehr oder in der Wirtschaft. Seit zwei Jahren arbeite ich daher aktiv bei einem Projekt der solidarischen Landwirtschaft, der Solawi Rhein-Neckar mit.

Walldorf zeichnet sich durch eine vielfältige kulturelle Bevölkerung aus und ich setze mich für Toleranz und Offenheit allen Mitbewohnern und Mitbewohnerinnen gegenüber ein.

Listenplatz 19

Dr. jur. Michael Winnes

Als Geschäftsführer des Verkehrsverbund Rhein-Neckar liegt es auf der Hand, dass mir die Verbesserung der öffentlichen Mobilitätsangebote ein Herzensanliegen ist.

Wenn wir in Walldorf und der Region eine nachhaltige Verkehrswende erreichen wollen, geht das meiner Meinung nach nur über die Erweiterung des Stadtbahnnetzes, mit einer urbanen Seilbahn zur Anbindung der SAP, der Feinerschließung der Wohngebiete mit einem flexiblen On-Demand-Angebot und einem verbesserten Zugangebot in die Oberzentren.

Der Klimawandel ist in Walldorf real zu spüren, dazu müssen wir nur mit offenen Augen durch unseren Stadtwald gehen, in dem teilweise mehr kahle als vitale Bäume stehen.

Mein zweiter Schwerpunkt liegt deshalb in der kommunalen Wärmeplanung und dem zügigen Aufbau eines Fernwärmenetzes durch die Stadtwerke, um allen Bürgern den Umstieg von Öl und Gas auf eine alternative Heiztechnik zu erleichtern.

Und schließlich stehe ich für eine zielgerichtete Sozialpolitik, dazu gehört z.B. eine soziale Gestaltung der Schwimmbadjahreskarte, die aktuell für Alleinerziehende genauso teuer ist wie für Ehepaare, oder ein verbessertes Sozialticket anstatt für alle den Stadtbus kostenlos anzubieten.

Listenplatz 20

Marko Schieck

46 Jahre alt, verh. zwei Kinder, Dipl. Ökonom, Leiter Netzanschluss Erneuerbare Energien.

Schwerpunkte: Energiewende, nachhaltiges Bauen und Sanieren, Fahrrad und Sport.

Als gebürtiger Heidelberger lebe ich seit 10 Jahren mit meiner Familie in Walldorf. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit ökonomischer Vernunft und Stärke unsere Stadt gemeinsam als Vorbild für eine faire nachhaltige Entwicklung etablieren. Meine beruflichen Kenntnisse aus der Energiewirtschaft will ich hierbei einbringen.

Für unser Zusammenleben wünsche ich mir eine vielfältige kulturelle Gemeinschaft, Meinungspluralismus sowie gegenseitige Wertschätzung und Leidenschaft.

Listenplatz 21

Dr. Ulrike Weiland

68 Jahre, Geographin und Dipl.-Ökologin, Professorin im Ruhestand und ehrenamtlich in der Förderung junger Geograph:innen und Raumplaner:innen und im BUND aktiv. Seit 2018 lebe ich in Walldorf mit einem gebürtigen Walldorfer zusammen.

Ich möchte mich hier für die Nutzung erneuerbarer Energien, für Klimaschutz und für die Anpassung des Gemeindegebiets an den Klimawandel engagieren. Konkret möchte ich mich z.B. für eine multifunktionale Flächennutzung, eine zukunftsfähige Entwicklung der Landschaft und für natur- und klimawandelverträgliche Begrünungen aller Art einsetzen.

Dabei möchte ich mit Gleichgesinnten zusammenarbeiten und sie zum Mitmachen motivieren, z.B. in einer Bürger-Energie-Genossenschaft. Walldorf soll als Teil der Metropolregion Rhein-Neckar auch im Klimawandel eine zukunftsfähige und lebenswerte Stadt für alle Altersgruppen sein!

Für die dazu notwendigen Weiterentwicklungen möchte ich mich einsetzen und gerne Ihre Anregungen aufnehmen.

Listenplatz 22

Wolfgang Högerich

64 Jahre, staatl. geprüfter Gartenbautechniker und zur Zeit beschäftigt bei der Lebenshilfe in den Heidelberger Werkstätten

Ich habe schon mehrere ehrenamtliche Aktivitäten begleitet und durchlebt. Begonnen hat dies bereits mit der Pfarrjugendleitung der KJG Walldorf. Von 1999 bis 2004 war ich erstmals Mitglied des Gemeinderates der Stadt Walldorf. Zwischen 2017 und 2023 setzte ich mich dann als erster Vorsitzender des NABU Ortsverbandes Walldorf-Sandhausen für dessen Belange nachhaltig ein.

Dort bin ich auch heute noch aktiv in der Betreuung der Jugend und der Durchführung des Projektes „Streuobstwiese“ auf Walldorfer Gemarkung. Aktuell bin ich zudem im Vorstand des Ortsverbandes von Bündnis90/Die Grünen unter anderem als Kassenwart aktiv.

Der Naturschutz steht für mich an vorderster Linie Stelle und damit verbunden die Klimaveränderung. Der urbane Stadtwald ist in einem schlechten Zustand und dies möchte ich verbessern. Ein dem Klima angepasster, naturnaher Wald kommt dem Stadtklima sehr entgegen und das muss unser aller Ziel sein.

Auch bei dem Aufstellungsprozess des Landschaftsplanes der Stadt Walldorf möchte ich mich aktiv und direkt im Gemeinderat beteiligen. Der Naturschutz muss in den Bebauungsplanverfahren jederzeit klar und deutlich berücksichtigt werden. 

Für die dazu wichtigen Prozesse möchte ich mich mit all meiner Erfahrung einsetzen.